Über mich
Schon als Kind spürte ich, dass es mehr gibt als das Sichtbare – feine Schwingungen, das Leuchten hinter den Dingen. Diese Empfindsamkeit für das Unsichtbare begleitet mich bis heute und prägt meine Sicht auf das Leben und die Fotografie.
Für mich ist Licht nicht nur etwas, das wir sehen, sondern etwas, das wir sind. In der Begegnung mit einer Pflanze öffnet sich ein stiller Raum jenseits der Zeit. Formen, Farben und Licht verschmelzen – bis nur noch das Wesen selbst spricht. Jede Aufnahme ist für mich ein Gebet aus Licht, ein Innehalten im Jetzt, in dem Schönheit zu ihrer Quelle zurückkehrt.
Ich bin Luisa Stier,
Fine Art Fotografin aus Vorpommern.
Meine Kamera ist mein Instrument der Meditation und Ruhe – meine Werke schaffen Räume von Licht, Klarheit und innerer Verbundenheit.
„Die Schönheit beginnt,
wo wir innehalten.“
Artist Statement
Fotografie ist für mich eine Möglichkeit, die Welt zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren zu erforschen. Besonders in der Natur offenbart sich mir eine eigene Sprache aus Licht, Farbe, Form und Stille. Der Akt des Fotografierens ist für mich ein meditatives Eintauchen in eine Welt fernab des Alltäglichen.
Meine Herangehensweise ist intuitiv. Ich öffne mich der Natur, lasse Grenzen verschwimmen und überlasse mich der Stille. Mit meinem Sinn für Harmonie und Komposition halte ich jene lichtvollen und flüchtigen Momente fest, die mich im Innersten berühren.
Die Natur ist meine größte Inspiration. Sie zeigt mir das Prinzip von Wandlung, Transformation und ewigem Kreislauf. Für mich bedeutet sie Ursprung und Leben – ein Ort, an dem ich mich zu Hause und willkommen fühle.
In meiner Arbeit als Künstlerin ist mir – neben dem qualitativen Anspruch an meine Fotografie – vor allem wichtig, dass meine Werke Botschaften vermitteln. Jede Pflanze, die ich fotografiere, trägt ihre ganz eigene Energie in sich und hat etwas Einzigartiges mitzuteilen.
Mit meinen Bildern schaffe ich Räume der Präsenz, die an Vollkommenheit und Verbundenheit erinnern und einladen, in die Tiefe zu gehen.
Meine Motivation ist, das, was ich in Kontakt mit der Natur wahrnehme und empfinde, in Bildern und Worten erfahrbar zu machen – und der Natur auf diese Weise eine Stimme zu verleihen: eine Stimme, die berührt und öffnet.
„Meine Texte fließen in die Stille,
meine Bilder tragen sie weiter.“
Ich fließe
Ich bin wie das Wasser.
Ich entspringe aus den Tiefen der Erde und bin geboren im Licht der Sonne. Zart und rein, nahezu unscheinbar, beginne ich meinen Pfad ins Ungewisse.
Ich fließe.
Je weiter ich mich von meinem Ursprung entferne, desto mehr Wunder begegnen mir. Ich lerne Wesen kennen – Wesen aller Formen und Farben. Wesen, die so verschieden in Erscheinung treten und doch so gleich sind. So scheint sich allmählich all das zu zeigen, was meinen Sinnen neue Reize schenkt.
Und ich fließe.
Ich wachse. Ich spüre die Kraft, die sich in mir entfaltet, und eine umfassende Energie, die mich zu begleiten scheint – die Energie des Lebens. Das Leben, das sich nicht nur um mich herum, sondern auch in meinem Inneren abspielt. Und ich bin der Beobachter dieses wunderbaren Schauspiels.
Ich fließe.
So wie einst ich zum Leben erwachte, erwacht auch alles andere. Die Klarheit, die ich von Geburt an in mir trage, lässt mich nach und nach sehen, wie all dieses neue Leben auch durch mich entsteht. Ich erschaffe Leben. Ich bin ein Schöpfer. Und so wie ich erschaffe, teile ich meine Kraft und lebe fortan in allem weiter,das durch mich entsteht.
Und ich fließe.
Die Wesen, die aus meiner Kraft schöpfen, wachsen auf ihrem Weg genauso wie ich selbst. Aus kleinen, zarten Samen werden hochgewachsene Bäume, die bis in das Blau des Himmels ragen und allem Leben unter ihnen ein Gefühl von Geborgenheit schenken. Eine umfassende Liebe füreinander, die jedes Lebewesen dieser Erde nährt und durchströmt.
Und ich fließe in Liebe.
In meinem Vorankommen bemerke ich den Wandel. So wie ich zu keinem Zeitpunkt je stillstehe, bewegt sich auch der Rest der Welt – immer, in jedem Moment. Eindrücke kommen und gehen, und so auch das Bild, mit dem ich die Welt sehe. Ein Bild, das immer nur im Jetzt existiert – wie ein einzigartiger Augenblick. Gedanken fließen. Liebe fließt. Energie fließt.
Ich fließe.
Auch wenn ich nie wirklich stehen bleibe, komme ich von Zeit zur Zeit zur Ruhe und lasse alles wirken, was sich mir von Beginn an offenbarte. Ich werde still und beobachte mit Sanftheit alles, was mich umgibt, genieße das Licht der Sonne und des Mondes. Bin ein Spiegel für alles, was mich betrachtet. Und ich träume von der Liebe und vom Leben – dem was kommen wird.
Und ich fließe.
Je weiter meine Reise führt, desto weiter wird auch mein Herz. Denn alles, was ich durch meine Berührung mit Liebe erfülle, erfüllt auch mich. All das Leben, das ich in mir spüre, gibt mir ein unglaubliches, unbeschreibliches Gefühl des Vertrauens. Und so tief ich dieses Gefühl in mir trage, so weit trage ich es auch hinaus.
Ich fließe weiter.
Nach und nach trete ich mit allem Sein in Verbindung, fühle, was sie fühlen und lasse sie fühlen, was ich fühle. Von der Ameise auf dem Boden des Waldes bis zum Adler in den Höhen der Lüfte, sehe ich die Welt aus jeder Perspektive. Und selbst darüber hinaus tropfe ich aus den Wolken auf alles nieder, sehe alles, spüre alles, bin überall. Je mehr ich mich verbinde, desto mehr spüre ich die Transparenz. Alle Grenzen scheinen sich aufzulösen.
Ich fließe.
Allmählich sehe ich die Weite – das Meer – in dem ich meine Kraft mehr spüre als je zuvor. So weit, so tief. Ich fühle mich im Zentrum meines Seins, fühle die Weisheit in mir und die Reinheit, welche mich vom ersten Moment an begleitet. Ich bin vollkommen, war es schon immer und werde es auch immer sein. Und mit meiner Liebe lebe ich in allem fort – allumfassend und ewig.
Ich bin.
— Luisa Stier
Wenn meine Arbeit in dir Resonanz findet
oder du Fragen zu meinen Fotografien hast,
freue ich mich über deine Nachricht.