Im Licht der Winterstille
Im Licht der Winterstille zeigt sich die Welt in ihrer klaren, ruhigen Gegenwart. Schnee, Eis und winterliche Farben tragen eine Stille in sich, die weit und offen ist, wie der Atem des Himmels über einer schlafenden Landschaft.
Hier spricht das Licht leiser. Es legt sich auf gefrorene Formen, bricht sich in Kristallen und zeichnet zarte Spuren auf Oberflächen, die für einen Moment die Zeit vergessen lassen. Die Natur zieht sich zurück und wendet zu ihrem inneren Ursprung.
Die Winterstille ist ein Raum des Loslassens und des Sammelns zugleich. Was sichtbar war, tritt zurück, was wesentlich ist, tritt hervor. In der Kälte findet Klarheit ihren eigenen Klang – ruhig und durchscheinend.
Diese Bilder laden ein, die Stille als einen Zustand zu erfahren, in dem sich das Sein verdichtet. Im Licht der Winterstille kann der Blick sich weiten, Gedanken dürfen langsamer werden und im Herzen darf ein leiser Frieden entstehenn – wie Schnee, der die Welt weich umhüllt und das Neue bereits in sich trägt, bevor es sichtbar wird.
Ein Moment der Stille, 2025
Ein Moment der Stille
Die Luft ist frisch,
sie reinigt meinen Geist.
Ich atme Altes aus
und Neues ein.
Ein Moment im Dazwischen.
Ein Moment der Stille.
Klarheit und Präsenz
durchströmen mich.
In mir ruht bereits,
was kommen wird.
Dankbarkeit.
Zurück zu mir, 2025
Zurück zu mir
Einst verloren gegangen –
mein Licht verschenkt.
Nun finden meine Lichtfäden
zu mir zurück.
Wie ein Magnet,
der Verlorenes zu sich holt.
Ich musste mich erst erinnern:
Dieses Licht ist mein Licht.
Ich bin dieses Licht.
Nach und nach
findet alles seinen Platz –
in mir
und außer mir.
Es beginnt, sich zu formen,
zu dem,
wozu es einst gedacht war.
Ich bin Licht.
Beschwingt, 2026
Beschwingt
Recht mild an einem Wintertag,
das Licht ist lieblich weich.
Eine Amsel, deren Lied vermag,
was meinem Herzen gleich.
Neben mir, im lichten Strauch,
verweilt mein Blick im Traum,
wie des Winters kalter Hauch
bringt Ruhe im innern Raum.
In tiefem Frieden ein Gedanke:
Wie schön, dass diese Welt,
wenn ich im Gemüt auch wanke,
mich in den Armen hält.
Bald wird es Nacht, 2026
Bald wird es Nacht
Es sind die letzten zarten Sonnenstrahlen,
deren goldenes Licht das Eis berührt –
wie eine warme Umarmung
an einem kalten Tag.
Meine Haut friert,
doch mein Herz lacht.
Wie kleine Funken der Freude
erglühen Formen aus Eis –
die stille Welt erstrahlt.
Ich erinnere mich
an die Liebe
in allen Dingen –
in dir und mir.
Nur ein Augenblick
aus flüchtigem Licht.
Doch die Erinnerung,
sie bleibt.
Beständigkeit, 2026
Beständigkeit
Es sind die Nächte,
sie sind kalt.
Ich spüre die eisige Luft
auf meiner Haut.
Und in mir das warme Blut,
das fließt.
Berührung.
In mir Gelassenheit.
Ich weiß um die Beständigkeit
meines Friedens,
und die Vergänglichkeit
in allem Übrigen.
Zufriedenheit und Vorfreude
auf die nächste Berührung.
Wie ein Flüstern im Schnee, 2026
Wie ein Flüstern im Schnee
Wie eine weiße Decke,
legt er sich über die Welt.
Sanft und friedlich.
Was hart ist, wird weich.
Was laut ist, wird leise.
Der Schnee verändert alles
in stiller Geruhsamkeit.
Auch wenn es kalt ist,
bringt er innere Wärme.
Wie eine Mutter,
verspricht er Geborgenheit,
und schützt
ohne zu fordern.
Das Licht, das auf ihn fällt,
wird eins mit ihm.
Es durchdringt und erfüllt,
erhellt die dunkle Zeit
und öffnet innere Weite.
Wie ein Flüstern im Schnee.
Unendlich sacht, 2026
Unendlich sacht
Zart wie ein Schweben im weiten Weiß,
lässt die Seele sich fallen, ringsum wird es leis’.
In der Tiefe ganz zaghaft, beginnt das Erinnern,
an Frieden, an Freude, an lichtvolles Schimmern.
Im Rückzug sammelt sich, was längst schien so fern.
Wie ein Weg, der sich findet, zum wahren Kern.
Ein Wissen, dass alles im Frieden besteht,
dass alles Sein immer ist, nie vergeht.
Der Winter ist dunkel, der Winter ist kalt,
doch zu spüren im Innern, ist ewiger Halt.
Ein Vertrauen ins Leben, in die eigene Kraft,
die Liebe und Frieden und Glücklichsein schafft.
Ein Samen im Schnee, 2026
Ein Samen im Schnee
Wie ein Gedanke fiel er in den Schnee –
auf die weiße Decke der Unvoreingenommenheit.
Sein Werden, welches ich jetzt seh’,
wird sein, seines Herzens Freiheit.
Der Winter nimmt ihn auf,
gibt ihm Zeit, zu wirken tief im Innern.
Denn bald nimmt alles seinen Lauf,
vollendet sich durch sein Erinnern.
Doch noch ruht im stillen Weiß,
voll Frieden und Gewissheit,
der Samen, eingehüllt von Eis –
von lichter Seligkeit.